Filderstadt gestalten - Heimat schaffen
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Margret Weinmann 50 Jahre in der SPD 

Zusammen mit Nils Schmid besuchte Walter Bauer am Mittwoch Margret Weinmann. Sie überbrachten ihr die Ehrenurkunde und goldene Ehrennadel für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD, einen Blumenstrauß und dankten ihr für ihre Treue zur SPD und für ihren vielfältigen und engagierten Einsatz. Margret Weinmann wuchs in Bonlanden als Müllerstochter in der damals aktiven Mühle in der Humboldtstraße auf. Ihre Mutter stammte aus NT-Oberensingen und zählte zu den Gewerkschafterinnen der IG Textil, die seinerzeit erstreikten, dass der Samstagnachmittag aus der Arbeitswoche "freigräumt" wurde. Zusammen mit ihrem Mann, Werner Weinmann, Gemeinderat in Bonlanden, Stadtrat in Filderstadt, Kreisrat im Landkreis Esslingen SPD-Landtagsabgeordneten und Staatssekretär, baute sie in der Raiffeisenstraße eine gut florierende Druckerei auf. Nach dem viel zu frühen Tod von Werner Weinmann rückte seinerzeit Nils Schmid in den Landtag nach. Natürlich gab es da viel zu erzählen. Nils Schmid schenkte Margret Weinmann einen Siebdruck von Axel Zimmermann mit dem Motiv von Willy Brandt.

Erika May 50 Jahre in der SPD 

Im Auftrag des SPD-Ortsvereins überbrachte Walter Bauer Erika May die Goldene Ehrennadel und Ehrenurkunde der SPD für 50 Jahre Mitgliedschaft. Er dankte ihr für ihre langjährige Treue zur SPD und für die stete politische Wegbegleitung in Filderstadt. Natürlich durfte ein schöner Blumenstrauß nicht fehlen. Ein interessantes Gespräch über die vergangenen - z.T. sehr, sehr schwierigen Jahre - und ihr langjähriges Engagement als Betriebsratsvorsitzende "beim Wittwer" schlossen sich an. Der SPD-Ortsverein wünscht der vierfachen Mutter und Rentnerin ("Ich bin gottfroh, dass ich gearbeitet habe und mir eine Rente verdient habe!") gesundheitlich alles Gute und viel Freude mit Ihrer Enkeltochter.


Wahlkampfauftakt in Esslingen

Die SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis Esslingen Argyri Paraschaki und der Bundestagsabgeordnete Nils Schmid hatten gemeinsam mit dem SPD-Kreisverband Esslingen zum Wahlkampfauftakt nach Wendlingen eingeladen. Als Redner hatten sie niemand geringeren als den Minister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil gewinnen können, der mit viel Zeit im Gepäck für einen kurzweiligen Abend sorgte.

 

Hubertus Heil, Minister für Arbeit und Soziales









Rund 200 Besucherinnen und Besucher, unter Ihnen natürlich auch Bürgermeister Steffen Weigel und der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Kenner, konnten die jüngst neu gewählten SPD-Kreisvorsitzenden Barbara Fröhlich und Simon Bürkle begrüßen. Alle waren gekommen, um den Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil zu sehen und zu hören. Auf dem gut gefüllten Marktplatz führte Dieter Pahlke gemeinsam mit SPD-Bundestagskandidatin Argyri Paraschaki und Nils Schmid in die Veranstaltung ein. „Ich will mich als Bundestagsabgeordnete unter anderem für eine funktionierende Rente einsetzen, das ist etwas das jeden betrifft. Wir müssen hier ein System schaffen, in das jeder einzahlt, damit alle Menschen im Alter besser leben können“ so Paraschaki. Der Bundestagsabgeordnete Nils Schmid begrüßte den eingetroffenen Minister und wies darauf hin, dass der Kreis Esslingen zwar keine große Autofabrik habe, aber „reich ist an Zulieferbetrieben, die wir nicht im Stich lassen dürfen. Wir müssen um jeden Arbeitsplatz kämpfen. In der Corona Krise konnten mit den Kurzarbeitsregelungen Millionen Arbeitsplätze retten“.

Hubertus Heil nahm sich viel Zeit für die Anwesenden. In einer motivierenden und kämpferischen Rede sprach er die Themen an die, die Menschen bewegen. Angemessene Bezahlung für Pflegeberufe, hier reicht kein Mindestlohn, hier muss eine ordentliche Tarifregelung gefunden werden, die der Bedeutung ihrer Arbeit angemessen ist. Ausbildung ist durch die Pandemie ins Hintertreffen geraten. Berufsorientierung und viele Praktika konnten nicht stattfinden. „Wir können es uns nicht leisten nicht auszubilden“ so der Minister für Arbeit und Soziales. Denn die Ausbildung ist der erste und wichtigste Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft. Wichtig ist ihm auch der Schutz von Arbeitsplätzen. 6 Millionen Menschen waren während der Pandemie in Kurzarbeit. Das hat gezeigt, Kurzarbeit ist die beste Brücke über wirtschaftliche Täler. Die Politik und er als Arbeitsminister hat die die Möglichkeiten geschaffen die Arbeitsplätze zu schützen und zu bewahren.

Knapp eine Stunde sprach Heil zu den Gästen und nahm sich danach nochmal so viel Zeit um auf Fragen aus dem Publikum einzugehen.

Barbara Fröhlich, kürzlich mit Simon Bürkle zusammen zur Vorsitzenden des SPD-Kreisverbandes gewählt, schloss die Veranstaltung. Als Gastgeschenk wurde ein Bogen über die beiden Wahlkreise Paraschakis und Schmids gespannt. So wurde Heil mit einem „Minimeter“ Ritter Sport aus Waldenbuch und einer Flasche vom besten Kessler-Sekt aus Esslingen beglückt. 

Bürgermeister Steffen Weigel (SPD) ließ es sich nicht nehmen Hubertus Heil um einen Eintrag ins goldene Buch der Stadt Wendlingen zu bitten. Der Bitte kam Heil gerne nach.

v.l.n.r.: Simon Bürkle, Bürgermeister Steffen Weigel, Hubertus Heil, Nils Schmid, Argyri Paraschaki, Barbara Fröhlich

 


Nils Schmid, MdB zum Tag der Arbeit: „Nach Corona muss sich die Arbeitswelt ändern – modern und solidarisch“

„Erneut prägt die Pandemie den Tag der Arbeit. Mit einer Testangebots- und Homeofficepflicht haben wir von Bundesseite einheitliche Regelungen geschaffen, um die Beschäftigten, ebenso wie ihr Umfeld zu schützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Unabhängig von Vorschriften appelliere ich an alle, so viele Testmöglichkeiten wie möglich anzubieten, diese maximal zu nutzen und so oft wie möglich von zu Hause zu arbeiten.  Weiterhin sind besonders Beschäftigte im Gesundheitssektor belastet und jene, die nicht ins Homeoffice wechseln können. Gesundheit und Arbeitsschutz müssen an oberster Stelle stehen – ob im Krankenhaus, Fabrik oder Büro. Kurzarbeit,  Steuerbefreiungen und Direkthilfen sind weiter wichtige Instrumente, um akute Notlagen zu lindern. Die Teststrategie und Impfungen zeigen langsam Wirkung, doch die kommenden Wochen werden entscheidend sein, auch in der Arbeitswelt. 

In der Zeit nach der Krise muss der Arbeitnehmerschutz im Fokus bleiben. Die Arbeitswelt muss sich ändern, moderner, digitaler, solidarischer werden. Die SPD ist und bleibt die Partei der Arbeit. Kein staatlicher Transfer, kein Grundeinkommen kann eine
gute, sichere und faire Arbeitsstelle ersetzen. In meinen Augen ist sie nicht nur Broterwerb: Arbeit soll bilden, Raum zur Entwicklung geben, Zusammenhalt schaffen und sie soll unter guten Bedingungen und fair bezahlt geleistet werden können. Die Zukunft der Arbeit nimmt unserem Programm zur Bundestagswahl deshalb einen zentralen Platz
ein. Wir stehen für 12 Euro Mindestlohn, ein Bürgergeld als Weiterentwicklung der Grundsicherung, für das Recht auf Arbeit und auf Weiterbildung, im Betrieb mit Bildungszeit oder als Qualifizierungsmaßnahme mit dem Arbeitslosengeld Q. Endlich müssen sachgrundlos befristete Arbeitsverhältnisse beendet werden und es muss ein Update für die Betriebsverfassung für eine stärkere Stellung der Betriebsräte geben.  Die SPD kämpft weiter für mehr allgemeinverbindliche Tarifverträge, insbesondere in der Pflege und für umfassende Gebührenfreiheit bei der Aus- wie Fortbildung. 

Und weiterhin gilt: Gerade Frauen arbeiten überproportional oft in Risikoberufen und haben mit Doppelbelastungen zu kämpfen. Für Alleinerziehende gilt das umso mehr. Einiges haben wir in den letzten Jahren erreicht, aber da gibt es noch viel zu verbessern, zum Beispiel mit einer Kindergrundsicherung, mehr BaföG und vor allem:
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, überall! Dafür braucht es eine starke SPD, dafür stimmen Sie am 27. September bei der Bundestagswahl.“




Mitglieder des Ortsvereins und interessierte Bürger an der KZ-Gedenkstätte am Stuttgarter Flughafen aus Anlass des jährlich wiederkehrenden Antikriegstages.











Als Redner*in sprachen Kristina Wernerus (stellv. Ortsvereinsvorsitzende) und das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart und Region. Gerade nach den am Sonntag vorgefallenen Ereignissen in Berlin zeigt sich, wie wichtig es ist, dass man an vergangene Kriege und deren schrecklichen Auswirkungen erinnert. Schlimm ist auch, dass mit der Titulierung „Querdenken 711“ (eine Bewegung, die keine Probleme damit hat, sich von rechtsgesinnten Gruppierungen unterstützen zu lassen und gemeinsam mit diesen zu marschieren), eine ganze Region und damit auch Filderstadt in ein schlechtes Bild gerückt wird. Deswegen sagte auch K. Wernerus zurecht, dass es bedrückend ist, wenn rechtes Gedankengut als „Meinung“ verharmlost wird. Antifa ist daher keine „linksversiffte“ Bewegung, sondern bedeutet sich gegen einen neubeginnenden Faschismus zu wehren! 




 


 





 

 

 

 
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